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SpracheN und persönliche Entwicklung

Orient Express ist mit dem Teilprojekt „SpracheN und persönliche Entwicklung“ Projektpartnerin des Projektnetzwerkes „Mehr Sprachen = mehr [Mit] Sprache“-Mehrsprachigkeit im Lebenslangen Lernen verankern, welches von LEFÖ koordiniert und aus Mitteln des BMBF und ESF finanziert wird.

Weitere Projektpartnerinnen sind LEFÖ mit dem Teilprojekt „Lern.Fortschritte“, Peregrina mit „Nachhaltigkeit braucht Sprachenvielfalt“ und Miteinander Lernen mit „Puzzle Wirtschaft - Wissensbausteine zu Ökonomie“

                Unser BLOG zu Mehrsprachigkeit in Österreich:
                          http://mehrsprachen.wordpress.com




AUSGANGSLAGE

Junge Frauen mit Migrationshintergrund – welche durch jegliche Formen von Gewalt betroffen sind (oder waren), in der Gesellschaft von Rassismen/Diskriminierungen betroffen sind und/oder sich in einem ständigen kulturellen Austauschprozess befinden und die eigene Identifikationen aushandeln müssen – sind oft nicht in der Lage ihr Leben eigenständig zu planen. Erstranging ist es, sie in ein gewaltfreies Leben zu begleiten und sie in ihren weiteren Handlungen zu stützen. In weiterer Folge besteht natürlich auch ein großer Bedarf diesen jungen Frauen neue Perspektiven im Bildungsbereich und am Arbeitsmarkt aufzuzeigen. Zwar sind einige Angebote vorhanden, die hier ansetzen, jedoch fühlen sie sich in Bildungsangeboten, in denen parallel die ganzheitliche Beratung/Begleitung fehlt, sehr oft nicht gut aufgehoben. So haben wir es uns nun zur Aufgabe gemacht für diese Zielgruppe gemeinsam mit einer externen Expertin einen Lehrgang zur Multiplikatorin in der Erwachsenenbildung zu entwickeln und umzusetzen.


LEHRGANGSKONZEPT

  • Neben den primären Zielen wie zB das Erlernen von Moderation und Leiten von Gruppen soll auch die Mehrsprachigkeit der Teilnehmerinnen als Potenzial erkannt werden. Auch die oft seit Kindheit geleisteten Übersetzungs-, Vermittlungs- und Begleitungstätigkeiten im familiären Umfeld bzw für die eigene Community - zB im Kontakt mit Schulen, Ämtern und Ärzten - sollen als Ressourcen wahrgenommen werden. Diese Erfahrungen aus Kindheit und Jugend waren oft schwierig, überfordernd und zum Teil traumatisierend. Ansatzpunkt dieses Lehrgangs ist es, junge Frauen dabei zu unterstützen diese Erfahrungen zu sehen und zu reflektieren. Sie stellen ein großes Potenzial hinsichtlich beruflicher Kompetenzen und künftiger Chancen am Arbeitsmarkt dar. Daher sollen diese Fähigkeiten auch ausgebaut werden.


  • Die Lernsituation der sogenannten „2. Generation“ erweist sich oft als schwierig, da sie kaum Unterstützung vom Elternhaus bekommen (haben). (Anm. Die Eltern können zum Einen aufgrund der sprachlichen Barrieren und zum Anderen weil ihnen das österreichische Bildungssystem nicht vertraut ist, keine unterstützende Funktion einnehmen) Aus dieser Situation resultiert ein weiterer Ansatz des Lehrgangs: Durch die Reflexion von lernfördernden bzw das Lernen erschwerenden Situationen (eigene Lernbiographie, Bildungsinteresse,-wünsche) kann ein weiterer Weg für die berufliche Weiterbildung der jungen Frauen aufgezeigt werden.


  • „Sprache und Mischsprache” von jungen Frauen der 2. Generation wird zum Thema der Sprecherinnen, die gemeinsame Reflexion und Analyse der Sprachproduktion wird gefördert um gemeinsam eine neue positive Begriffsdefinition statt der bislang oft negativ besetzten zu entwickeln.


Der zweite Durchgang des Lehrgangs startet im September 2013!

AUSSCHREIBUNG UND ANMELDEFORMULAR 2013/14

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